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Ankunft in Schottland

Endlich wieder in Schottland

 

Da ist er endlich:  der schottische Grenzstein. Ein Dudelsackspieler macht gerade Mittagspause.

 

Wir passieren Jedburgh und nach einer weiteren turbulenten Berg- und Talfahrt erreichen wir den nächsten Knackpunkt, nämlich Edinburgh. Relativ schnell finden wir die Brücke über den Firth of Forth, die Bucht der 4 Clans, die vor langer Zeit hier einmal herrschten.

 

 

 

 

 

Für 80 Pence dürfen wir die Hängebrücke passieren. Weiter geht es auf der M90, vorbei am Loch Leven, dessen Anblick die Vorfreude auf das schottische Abenteuer weiter steigert.


Nun folgt Perth und wir sind auf der A9, meiner alten Trampstrecke der ersten Schottlandreise. Je weiter wir uns dem Ziel nähern, desto länger scheinen die Meilen zu  werden. Dunkeld, Ballinluig, dann endlich Pitlochry.

 

 

 

Edinburgh im Regen
River Garry  

 

Da taucht es auf: das langersehnte Hinweisschild zum Loch Rannoch. Ein kurzer  Stopp auf der Brücke über den River Garry, eine CD mit der richtigen Musik eingelegt, und es geht weiter auf der B8019 am Loch Tummel vorbei.

Die Fahrt auf der schmalen Strasse ist unvergesslich: links geht es steil hinunter zum Loch, rechts sind schroffe Felsgesteine und Berge.

 

 

 

 

 

Mal taucht ein Staudamm zwischen den Bäumen auf, dann geht es vorbei an kleinen Häuschen, die wie Hexenhäuser im Märchen wirken.

Als der Schiehallion in Sicht kommt, sind wir in guten Händen, denn hinter uns fährt ein Jeep der Forest Commission.

Endlich erreichen wir Kinloch Rannoch und mein Herz jubelt. Alles sieht auf den ersten Blick aus wie früher. 

 

 

 

Mein Lieblingsort: Kinloch Rannoch

 

die Brücke - im Hintergrund der Schiehallion

 

 

 

Gerne wäre ich in den urigen, alten Pub No. 2 eingekehrt, in dem wir schon so viele lustige Abende verbracht und neue Freunde gewonnen hatten.

Im Bunrannoch Hotel hat jedoch einigen Jahren ein Brand gewütet, der merkwürdigerweise nur die gesamte Dachpartie auf einer Länge von 40 Metern vernichtet hat.

 

 

 

 

 

In der Ferne lockt der Craig Varr, von dem aus man eine gute Aussicht auf Kinloch Rannoch und den Loch Rannoch hat.

 

Weiter geht es an der Nordseite des Loch Rannochs, vorbei an einem protzigen Hotel mit 'Outdoor Activity' und Trockenski-Piste.

 

 

 

Craig Varr

 

 

 

 

 

 

 

 

ehemals McKersher & McNaughton

 

 

Es geht an Clach na b' Jobairte entlang zur großen  Powerstation Aulich. Die B846 führt uns nun ein   Stück auf fast gerader Strecke an der Learan Farm vorbei.


Nach wenigen Minuten erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein das alte schottische Jagdschloss Talladh-A-Bheithe.

 

 

 

 

Es ist um 1840-1850 erbaut und sieht einfach spannend aus. Innen ist es im alten Stil (Adam Style) eingerichtet, draußen gibt es einen riesigen Park,  Liegewiesen und eine herrliche Gartenterrasse.

Direkt gegenüber dem Eingang ist ein kleiner Steinstrand, an dem man Angeln kann oder Lagerfeuer machen. Nachdem wir von Herrn Ludwig, einem Deutschen aus Mainz,   begrüßt werden, ziehen wir für die nächsten Wochen in Cottage No. 2.

 

 

 

Talladh-A-Beithe

 

Cottage No. 2

 

 

 

Die Mauern dieses kleinen Nebengebäudes sind, wie alle anderen Mauern des Schlosses, etwas mehr als 60 cm dick und dadurch ist es angenehm kühl im Haus.

Am Abend können wir nach langer Zeit endlich wieder ein Lagerfeuer am Loch Rannoch anzünden.

Völlig verraucht und müde steigen wir irgendwann in die Betten und genießen eine sehr ruhige Nacht. Die Bettwäsche ist gewöhnungsbedürftig,  Frotteebezüge und harte Kissen sind nicht jedermanns Sache. 

 

 

 

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