Ankunft in Schottland
![]() |
Da ist er endlich: der schottische Grenzstein. Ein Dudelsackspieler macht gerade Mittagspause.
Wir passieren Jedburgh und nach einer weiteren turbulenten Berg- und Talfahrt erreichen wir den nächsten Knackpunkt, nämlich Edinburgh. Relativ schnell finden wir die Brücke über den Firth of Forth, die Bucht der 4 Clans, die vor langer Zeit hier einmal herrschten.
|
|
Für 80 Pence dürfen wir die Hängebrücke passieren. Weiter geht es auf der M90, vorbei am Loch Leven, dessen Anblick die Vorfreude auf das schottische Abenteuer weiter steigert.
|
![]() |
![]() |
Da taucht es auf: das langersehnte Hinweisschild zum
Loch Rannoch. Ein kurzer Stopp auf der Brücke
über den River Garry, eine CD mit der richtigen Musik eingelegt, und
es geht weiter auf der B8019 am Loch Tummel vorbei. Die Fahrt auf der schmalen Strasse ist unvergesslich: links geht es
steil hinunter zum Loch, rechts sind schroffe Felsgesteine und Berge.
|
|
Mal taucht ein Staudamm zwischen den Bäumen auf, dann geht es vorbei an kleinen Häuschen, die wie Hexenhäuser im Märchen wirken. Als der Schiehallion in Sicht kommt, sind wir in guten Händen, denn hinter uns fährt ein
Jeep der Forest Commission. Endlich erreichen wir Kinloch Rannoch und mein Herz jubelt. Alles sieht auf den ersten Blick aus wie früher.
|
|
|
|
Gerne wäre ich in den urigen, alten Pub No. 2 eingekehrt,
in dem wir schon so viele lustige Abende verbracht und neue Freunde gewonnen
hatten. Im Bunrannoch Hotel hat jedoch einigen Jahren ein Brand gewütet, der merkwürdigerweise nur die gesamte Dachpartie auf einer Länge von 40 Metern vernichtet hat.
|
|
In der Ferne lockt der Craig Varr, von dem aus man eine gute
Aussicht auf Kinloch Rannoch und den Loch Rannoch hat.
Weiter geht es an der Nordseite des Loch Rannochs, vorbei an einem protzigen Hotel mit 'Outdoor Activity' und Trockenski-Piste.
|
![]()
|
|
|
Es geht an Clach na b' Jobairte entlang zur großen Powerstation Aulich. Die B846 führt uns nun ein Stück auf fast gerader Strecke an der Learan Farm vorbei.
|
|
Es ist um 1840-1850 erbaut und sieht einfach spannend
aus. Innen ist es im alten Stil (Adam Style) eingerichtet, draußen
gibt es einen riesigen Park, Liegewiesen und eine herrliche
Gartenterrasse.
Direkt gegenüber dem Eingang ist ein kleiner Steinstrand, an dem man Angeln kann oder Lagerfeuer machen. Nachdem wir von Herrn Ludwig, einem Deutschen aus Mainz, begrüßt werden, ziehen wir für die nächsten Wochen in Cottage No. 2.
|
|
|
|
Die Mauern dieses kleinen Nebengebäudes sind, wie alle anderen
Mauern des Schlosses, etwas mehr als 60 cm dick und dadurch ist es angenehm
kühl im Haus. Am Abend können wir nach langer Zeit endlich wieder ein Lagerfeuer
am Loch Rannoch anzünden. Völlig verraucht und müde steigen wir irgendwann in die
Betten und genießen eine sehr ruhige Nacht. Die Bettwäsche
ist gewöhnungsbedürftig, Frotteebezüge und harte
Kissen sind nicht jedermanns Sache.
|